Schutz der Igel

Die Fachgruppe Igelschutz vom NABU Berlin kümmert sich jährlich um kranke und untergewichtige Igel. Bei Jungigeln sagt man, dass sie im Oktober/ November mehr als 500 g wiegen sollten, damit sie gut durch den Winter(-schlaf) kommen. Die Igel werden von der Fachgruppe aufgenommen, untersucht und an Pflegeeltern gegeben. Im Frühjahr (meistens Mitte Mai) werden die Igel ausgewildert. Sie dürfen nicht in Menschenhand bleiben. Es sind freilebende Tiere.

2011 wurden sie in Petershagen-Eggersdorf ausgewildert. Deshalb gab es einen Aufruf von uns für interessierte Igelpaten auf geeigeneten Grundstücken. Die Grundstücke sollten sehr naturnah sein, sonst fühlt sich der Igel nicht wohl. Er ernährt sich von Schnecken, Regenwürmern, Tausendfüßler, Asseln, Spinnen, Insekten und Käfern. Er verkriecht sich gern in Laub- und Reisighaufen, sucht Schutz unter Sträuchern und in Hecken.

Was man sonst noch so über den Igel wissen kann

Igel zählen wegen ihres bizarren Aussehens zu den markantesten Erscheinungen unserer heimischen Fauna. Sie bewohnen unsere Erde seit ca.20 Millionen Jahren, also erheblich länger als der Mensch. Leider wurde in den letzten Jahren festgestellt, dass die Igelbestände permanent abnehmen, so stehen sie in einigen Bundesländern schon auf der roten Liste. Ein Igel kann 8-10 Jahre alt werden, in freier Natur nur 3 bis 4 Jahre. Igel sind mit 6 Monaten geschlechtsreif, nach 35 Tagen kommen dann 2-4 Junge mit einem Gewicht von 15-25 g zur Welt. Sie haben einen ausgeprägten Geruchs- und Gehörsinn, jedoch ein schlechtes Sehvermögen. Etwa 8000 Stacheln schützen den erwachsenen Igel.

Sehr detaillierte Informationen zum Igelschutz findet man unter:

Pro Igel