Wie alles begann....

Mit einem Zeitungsartikel am 18. November 1999

 

Naturfreunde aufgepasst!

wir alle leben hier in Fredersdorf-Vogelsdorf. Einem Ort, dessen Einwohnerzahl bereits die Zehntausend überschritten hat. Wenn man das hört, könnte man meinen, wir wohnen in einer Stadt. Aber nein, so ist es noch nicht. Vielmehr ist Fredersdorf-Vogelsdorf ein großer, unendlich weiter Park, der von schönen bunten Gärten und einer Vielzahl an Bäumen geziert wird. Der überwiegende Teil dieses artenreichen Baumbestandes entstand durch Anpflanzungen von uns Bürgern selbst. So hat sich über Jahrzehnte hinweg unser Ortsbild vom Leben im Grünen geprägt.

Und allein diesem Reichtum an Bäumen verdanken wir eine Vogelwelt, in der nicht nur Vögel vertreten sind, deren typischer Lebensraum die Döfer und Städte sind. Auch das Rotkehlchen, der Buchfink, der Kleider, die Tannenmeise, der Eichelhäher, der Grünspecht und viele andere Vögel des Waldes können wir in unseren Gärten beobachten.

 

Doch Fredersdorf-Vogelsdorf hat noch mehr an Natur zu bieten, wie das Fließ mit seinen angrenzenden Feuchtwiesen, auf denen im Frühjahr und Sommer viele Wildblumen, wie die gelben Sumpfschwertlilien und Sumpfdotterblumen, der Bachnelkenwurz oder die wohlriechende Wasserminze wachsen. Auch mitten im Ort gibt es hier und da ein Fleckchen unberührte Natur. All das lädt ein zu erholsamen Spaziergängen, bei denen man so manch Tierisches erleben kann. Ob es beim Spaziergang am Fließ entlang eine Ringelnatter ist, die unseren Weg kreuzt, ein Reh, das flüchtend im Schilf verschwindet, oder der Fasan, der mit seinen lauten Rufen auf sich aufmerksam macht und sich gleichzeitig in den Hohen Gräsern versteckt.

 

Aber die Zeit bleibt nicht stehen und seit den letzten Jahren verändert sich das Bild unseres Ortes.

Flächen, die lange Zeit der Naut sich selbst überlassen waren, verschwinden und der Baumbestand geht zurück. Ein zu starker Rückgang des Baumbestandes hätte auch einen Rückgang unserer artenreichen Vogelwelt zur Folge. Und das kann doch nicht unser Wunsch sein, schon deshalb nicht, weil unser Ortsname mit Vogelsdorf endet und unser schönes Wappenzeichen ein Eichenblattt und einen Vogel darstellt. Anstelle dieser gewichenen Natur entstehen neue Wohnsiedlungen.
Gegen den Wunsch der Menschen, ins Grüne zu ziehen, ist auch nichts einzuwenden.

Jedoch um das Ortsbild von Fredersdorf-Vogelsdorf vom Leben im Grünen auch für die Zkunft zu bewahren, ist es wichtig, die vorhandene Natur größtenteils zu erhalten und zu schützen. Zum Schutz gehört jedoch auch das Kennenlernen und Erleben der Natur. Deshalb ist es genauso wichtig, die Natur unseres Ortes, wie z.B. den alten Schloßpark und das Fließgebiet, für die Menschen in Maßen zugänglich zu  machen. Denn nur, wer die Natur kennt, kann sie achten und bewahren.

 

Ich würde mich freuen, wenn alle diejenigen, denen etwas an der Natur unseres Ortes liegt, sich zusammenfinden und wir gemeinsam etwas dafür tun. Ich weiß, dasses bereits engagierte Bürger gibt. Aber ich glaube, wir alle zusammen erreichen mehr, als einer alleine.
Wer möchte, kann mich am 24. und 25.11.1999 zwischen 15.00 und 16.30 Uhr und am 23.11.1999 von 16.00 bis 18.30 Uhr unter der Telefonnummer 033439/***** erreichen.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

 

Bürgerin und Naturfreund unseres Ortes

Nadine Viehring